Inventarisiere Virtualisierung mit Nutanix Prism Central oder Prism Elements
Einführung in die Nutanix-Technologie
Wir haben soeben die Unterstützung für eine detaillierte Nutanix Inventarisierung hinzugefügt. Nutanix ist eine führende Plattform für hyperkonvergente Infrastrukturen (HCI), die Rechenzentrumsbetrieb durch softwaredefinierte Architektur vereinfacht. Sie integriert Rechenleistung, Speicher und Virtualisierung in einem einzigen, skalierbaren System und ersetzt damit die Komplexität herkömmlicher Multi-Tier-Infrastrukturen.
Zentrales Konzept bei Nutanix sind Cluster. Ein Nutanix-Cluster besteht aus mehreren physischen Hosts – auch als Nodes bezeichnet – die eng integriert sind und einen gemeinsamen Ressourcenpool bilden. Jeder Host führt einen Hypervisor aus und enthält zusätzlich eine spezielle virtuelle Maschine namens Controller VM (CVM). Die CVM verwaltet die lokalen Ressourcen ihres Hosts und ist Teil des verteilten Systems über den gesamten Cluster hinweg. Zusammen übernehmen die CVMs Aufgaben wie Speicherverwaltung, Datenreplikation, Hochverfügbarkeit und Ressourcenoptimierung – für eine widerstandsfähige und effiziente Infrastruktur.
Zur zentralen Verwaltung mehrerer Cluster bietet Nutanix die Lösung Prism Central. Diese Management-Plattform ermöglicht es Administratoren, alle Nutanix-Cluster über eine zentrale Oberfläche zu überwachen, zu konfigurieren und zu orchestrieren. Prism Central konsolidiert Daten aus verschiedenen Clustern und bietet Einblicke in Performance, Kapazitätsplanung und Automatisierung. Sie fungiert als Steuerzentrale für die Verwaltung von VMs, Speicher und Anwendungen im großen Maßstab und ermöglicht Funktionen wie Analysen, Berichte und Richtlinienverwaltung.
Mit der neuen Unterstützung in dem IP Scanner JDisc Discovery für die Anbindung an die Prism Central APIs erhalten Nutzer umfassende Einblicke in Nutanix-Cluster, einschließlich Informationen über physische Hosts und virtuelle Maschinen – für eine effiziente IT-Dokumentation und Bestandsaufnahme.
Erstellung einer Nutanix Inventarisierung
Die Erfassung von Nutanix-Umgebungen mit JDisc Discovery erfolgt über die Integration mit den Prism Central APIs. Diese APIs liefern einen Überblick über die Nutanix-Infrastruktur, einschließlich:
- Der von Prism Central verwalteten Cluster
- Der den Clustern zugeordneten physischen Hosts
- Der auf diesen Hosts laufenden virtuellen Maschinen
Im Gegensatz zu den VMware-APIs liefert Prism Central jedoch keine detaillierten Hardware-Informationen wie z. B. Seriennummern oder BIOS-Daten der Hosts.
Für eine vollständige und präzise Inventarisierung ist es daher erforderlich, mehrere Datenquellen zu kombinieren:
- API-Zugriff auf Prism Central für Überblicksinformationen zu Clustern, Hosts und VMs
- SSH-Zugriff auf die physischen Hosts, um Hardwaredaten direkt vom Betriebssystem auszulesen
- SSH-Zugriff auf die CVMs zur Abfrage clusterbezogener Informationen über Konsolenbefehle
Nur wenn alle drei Zugriffswege verfügbar sind – Prism Central API, SSH auf Host und CVM – kann eine vollständige Bestandsaufnahme erfolgen. Fehlt eine der Komponenten, ist das Inventar unvollständig und bestimmte Informationen bleiben unzugänglich.
Diese Einschränkung liegt in der Architektur der Nutanix-API begründet und sollte bei der Planung berücksichtigt werden.
Konfiguration der Nutanix Inventarisierung
Für eine umfassende Nutanix-Inventarisierung in JDisc Discovery müssen verschiedene Zugriffsdaten konfiguriert werden.
Zuerst müssen die Zugangsdaten für die physischen Hosts eingegeben werden. Diese werden für den SSH-Zugriff benötigt, um detaillierte Hardwaredaten zu erfassen, die über die Nutanix-API nicht verfügbar sind:
- SSH-Zugangsdaten (Benutzername und Passwort oder SSH-Schlüssel)
- Entweder ein Sudo-Passwort oder Root-Zugang für privilegierte Befehle
Anschließend wird die Verbindung zur Nutanix Prism Central-Installation eingerichtet:
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- Öffne die Discovery-Einstellungen in JDisc Discovery
- Wechsle zum Tab Virtualization Manager
- Füge eine neue Prism Central-Instanz hinzu mit:
- Eindeutiger Bezeichnung
- Zieladresse (Hostname oder IP)
- Port für API-Zugriff (standardmäßig 9440)
- Benutzername und Passwort für den API-Zugriff
Nach dem Speichern kann der Scan gestartet werden. Sobald die IP-Adresse des Prism Central-Servers gescannt wird, ruft JDisc Discovery über die API Informationen zu den verwalteten Clustern, den zugeordneten physischen Hosts sowie den darauf laufenden VMs ab.
Auswertung der Nutanix Inventarisierung
Nach dem Scan kann das Ergebnis über den Virtualization Explorer eingesehen werden.
Im Nutanix-Zweigbaum findest du:
- Die Prism Central-Installation als oberstes Element
- Die darunter verwalteten Cluster
- Die physischen Server in jedem Cluster
- Die virtuellen Maschinen pro Server
Die Struktur ist der von VMware vCenter sehr ähnlich und bietet eine übersichtliche Darstellung der virtualisierten Umgebung. So lassen sich virtuelle Ressourcen einfach analysieren und dokumentieren.


